[Rezension] Was wir dachten, was wir taten von Lea-Lina Oppermann

9783407822987

Infos zum Buch:

  • Titel: Was wir dachten, was wir taten
  • Autorin: Lea-Lina Oppermann
  • Verlag: Beltz & Gelberg
  • ISBN: 978-3407822987
  • Taschenbuch: 180 Seiten
  • Preis: € 12,99 [D]
  • Genre: Roman

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Klappentext:

Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.

Infos über die Autorin:

Lea-Lina Oppermann, geboren 1998 in Berlin, studiert Sprechkunst und Kommunikationspädagogik. Geschichten zu hören, zu lesen und zu erleben hat sie dazu gebracht, selbst mit dem Erzählen anzufangen. Ihr Debüt „Was wir dachten was wir taten“ wurde mit dem Hans-im-Glück-Preis für Jugendliteratur ausgezeichnet.

Meine Meinung:

Ein gutes Debüt der Autorin! Ich habe das Buch als eBook gelesen und innerhalb eines Tages durchgelesen. Es hat mir gut gefallen. Es regt tatsächlich zum Nachdenken an, was ich zunächst nicht erwartet habe.

Der Titel fand ich mal was anderes. Ich bin immer noch am überlegen warum die Autorin den Titel gewählt hat. Das Cover gefällt mir gut es ist schlicht aber dennoch schön, mir gefällt die Schriftart des Titels sehr.

Der Roman wird abwechselnd aus den Sichtweisen von den Schülern Mark und Fiona und dem Lehrer Herr Filler erzählt. Durch diese Erzählweise wird Spannung zwischen den Kapiteln erzeugt. Der Roman beginnt mit einem Prolog, welcher eigentlich ein Ankündigung der drei Erzählenden ist. Es wird angekündigt, dass sie jetzt über die Geschehnisse der darauffolgenden 143 Minuten reden werden. Danach folgt eine Durchsage, dass ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten sei und dass alle Ruhe bewahren sollten. Dann beginnt die Erzählung der Geschehnisse. Der Roman endet mit einem Epilog.

Der Amokläufer hat zehn Briefe bei sich die nach und nach vom Lehrer geöffnet werden. Inhalt der Briefe sind Wünsche des Amokläufers die nun erfüllt werden müssen. Dabei handelt es sich um großen Ängste der Schüler und Wahrheiten die offenbart werden. Der Amokläufer versucht sie regelrecht bloßzustellen.

Das Thema des Romans ist sehr ernst zu nehmen. Die Geschichte wird sehr realistisch erzählt und kann so durchaus passiert sein. Ein Amokläufer in einer Schule ist heutzutage schließlich nicht unwahrscheinlich. Es wird dargestellt wie sich Lehrer und Schüler in so einer Situation arrangieren und was sie denken. Die Handlungen der Schüler und des Lehrers stoßen zum Nachdenken an. Was würde man selbst anstelle des Charakteres machen wie würde man handeln wen man mit einer Pistole bedroht wird?

Der Anfang zieht sich meiner Meinung nach etwas aber ab der Hälfte wird es spannend .

Im Laufe des Geschehens hatte ich mehrere Theorien um wen es sich bei dem Amokläufer handeln könnte und ob es wirklich ein echter Amoklauf ist. Erst zuletzt wird offenbart um wen es sich handelt, was eine zentrale Rolle für die Geschehnisse hat.

Zu den Charakteren kann ich sagen es gibt einmal die Hauptcharaktere Fiona, Mark und den Lehrer und dann gibt es noch die anderen Schüler die eine Rolle spielen. Fiona ist mir sehr sympathisch. Sie ist offen und gutherzig und verständnisvoll. Mark scheint eine Art Rebell zu machen und auch immer zu sagen was er denkt. Der Lehrer erscheint mir unsympathisch aufgrund seiner Denkweise.

Das Ende finde ich sehr gut gelungen obwohl ich mir erst etwas anderes erhofft hatte. Ich hatte einfach einen anderen Amokläufer erhofft aber die Umsetzung war klasse. Das Ende kam unerwartet und war heftig. Der Epilog regt auch wieder zum Nachdenken an und lässt den Amokläufer in einem anderen Licht dastehen und lässt einen verstehen.

Genau so ein Buch würde ich gerne als Schullektüre lesen!

Fazit:

Mal etwas anderes ich würde es meinen Freunden empfehlen.

⭐️⭐️⭐️⭐️

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2 Gedanken zu “[Rezension] Was wir dachten, was wir taten von Lea-Lina Oppermann

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